1 Lomeritos

Schule fürs Leben

Die Schule fürs Leben entwickelt zusammen mit starken Partnern in Deutschland und dem Projektland Kolumbien, Bildungsprojekte, die sich nach spätestens 10 Jahren selbst finanzieren können. Der Verein hilft, Schulen und Lehrwerkstätten zu initiieren, zu bauen und zu betreiben.

Wichtigster Partner der Schule fürs Leben ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz BMZ. Seit 2004 erhält der Verein Fördermittel für Schulen, Lehrwerkstätten, Weiterbildungsmaßnahmen und internationalen Austausch. Partner in Kolumbien ist die Fundacion Escuela para la Vida, mit der die Schule fürs Leben seit Gründung des Vereins 2003 vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammenarbeitet.

Achtsamkeit, Nachhaltigkeit und Verantwortung stehen im Mittelpunkt des professionellen Engagements der Schule fürs Leben. Der Verein geht sparsam mit den Ressourcen um und wirtschaftet intelligent. Bevor die Schule fürs Leben aktive Hilfe leistet, haben die Menschen im Partnerland ihre Bedürfnisse klar formuliert und einen dauerhaften Veränderungswillen unter Beweis gestellt.

Weitere Informationen über die Schule fürs Leben finden Sie auf der Internetseite:

www.schulefuersleben.de

An der Universität in Kassel schließe ich im September 2012 mein Studium am Fachbereich 06 Landschaftsplanung/Landschaftsarchitektur ab. Meine Diplomarbeit habe ich der Optimierung des Freiraums von Siloé gewidmet.

Vor gut zwei Jahren hörte ich zum ersten Mal von der informellen Siedlung Siloé. Seither ließ mich die Tatsache, dass dort gerade einmal 11 cm2 öffentlicher Freiraum pro Bürger zur Verfügung steht, nicht mehr los. Aufgewachsen im Grünen, ein Leben lang von Natur umgeben und stark durch diese geprägt, erschütterte mich diese Zahl. Was passiert mit der Entwicklung eines jeden Individuums, wenn ihm kein Raum zur freien Entfaltung zur Verfügung steht? Enge und ärmliche Wohnverhältnisse, ohne persönlichen Rückzugsort,  führen diese Situation ins Extreme. Das in Deutschland zum Unwort des Jahres 2010 gekrönte Adjektiv „alternativlos“ ist hier nicht nur politisches Gerede, sondern alltägliche Härte.

Wie hätte ich mich, wie hätten Sie sich unter diesen Lebensumständen entwickelt?

Siloé, an den Westhängen der Stadt Cali in Kolumbien gelegen, ist eines von vielen Flüchtlingsghettos, die durch die Landflucht in den letzten Jahrzehnten am Rande der Millionenstädte Lateinamerikas entstanden. Am Anfang war es die Hoffnung auf Frieden und Arbeit, welche die Menschen in Massen in die Städte trieb. Heute ist der Alltag von Flüchtlingsghettos wie Siloé oftmals von Armut und Gewalt gezeichnet. Die meisten Menschen leben ohne Rechte in der Illegalität. Ein Ende der Flüchtlingsströme ist nicht in Sicht. Jeder noch freie Platz der Siedlungen wird besetzt. Die logische Konsequenz sind mehr Menschen und weniger Freiraum.

Im März 2012 begab ich mich auf eine Reise nach Siloé, um nach Lösungsansätzen für eine bessere Nutzbarmachung des vorhandenen Raums zu suchen.

Auf meiner Reise traf ich auch den Künstler Lomerito. Er hat mich nachhaltig so beeindruckt, dass uns heute ein gemeinsamer Traum verbindet – den Bau einer Schule für Siloé aus dem einheimischen Riesenbambus Guadua.

Escuela Experimental de de Arte y Musica Lomerito’s

Lomerito, Künstler und Urgestein der Siedlung wohnt mit seinen 59 Jahren alleine in einem kleinen Haus mit ebenso kleinem wie wildem Garten. Er schläft in einer Hängematte, fließendes Wasser und einen Stromanschluss gibt es nicht. Dennoch gilt sein Traum nicht der Verbesserung dieser banalen Kleinigkeiten des Alltags. Sein Traum gilt der Übermittlung von Kultur und Lebensfreude. Er möchte Kindern und Jugendlichen von der Geschichte ihrer Siedlung erzählen und sie für die Zukunft wappnen. Seine vielleicht größte Leidenschaft ist die Musik. In seinem Haus hat Lomerito viele Instrumente, auf denen er den Bewohnern gerne Musikunterricht geben und gemeinsam mit ihnen musizieren möchte. Seine Vision ist es, aus seinem Haus eine alternative Schule für Siloé zu errichten, in welchem er all sein Wissen an Interessierte weitergeben kann.

Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun. Johann Wolfgang von Goethe.

Schon heute gleicht sein Haus einer Mischung aus Museum, Kulturzentrum, liebenswertem Heim und verrücktem Künstlerhaus. Auch unterrichtet er hier bereits mit viel Leidenschaft begeisterte Kinder und Nachbarn, die auf den alten Mann mit Mütze aufmerksam geworden sind. Doch so einzigartig sein Haus auch ist, bei genauerem Hinsehen gleicht es eher einer Bruchbude als einem Ort der Zukunft.

Für seinen Traum – die Escuela Experimental – möchte der Künstler Lomerito sein Grundstück zur Verfügung stellen, um aus der einheimischen Bambusgattung Guadua, einen Ort der Gemeinschaft zu errichten. Auf diesem Weg würde nicht nur ein wegweisender Bau in eine positive Zukunft für Siloé entstehen, sondern auf anschauliche Weise ein Teil der Geschichte dieses Ortes vermittelt, denn für die einst auf diesen Hügeln ansässigen Indianer war Bambus schon damals wichtigstes Baumaterial. Alle Häuser waren aus Bambus und Lehm errichtet.

In einer Gesellschaft, in der die Zukunftschancen realistisch betrachtet nicht rosig aussehen und es vieles zu bemängeln und auch zum Verzweifeln gäbe, sind Visionäre und Träumer wie Lomerito das Schönste und Wertvollste überhaupt!

Bildung ist die stärkste Waffe um die Welt zu verändern. Nelson Mandela.

Im Oktober diesen Jahres reise ich für ein Jahr nach Cali um vor Ort im Rahmen des Weltwärtsprogramms zu arbeiten. Ich habe mir das Ziel gesetzt innerhalb dieses Jahres, den Traum von Lomerito’s alternativer Schule, gemeinsam mit den Bewohnern Siloés, anzupacken und in den nächsten Jahren in die Tat umzusetzen.

Unterstützen Sie die Schule fürs Leben und helfen Sie mit Ihrer Spende eine Schule für Siloé Wirklichkeit werden zu lassen.

Für jede Spende ab zwanzig Euro erhalten Sie einen Spendenbeleg.

Ich persönlich werde mit meiner Zeit und Kraft dafür eintreten, dass das Projekt umgesetzt und Ihre Gelder sinnvoll eingesetzt werden.

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!

Herzlichst

Eva Bender

Wenn ich alleine träume, ist es nur ein Traum. Wenn wir gemeinsam träumen, ist es der Anfang der Wirklichkeit. Aus Brasilien.

Flyer PDF

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